Katie Holmes Debüt auf der New York Fashion Week

Das Geheimnis ist gelüftet. Eines der Highlights der New York Fashion Week fand heute Mittag statt: das Debut von Katie Holmes und ihrer Partnerin Jeanne Yang. Begleitet von zwei bulligen Leibwächtern trifft die frischgeschiedene Katie Holmes unter grossem Medieninteresse im Lincoln Center ein. Ex Tom Cruise, Tochter Suri, Scientology bleiben heute draußen. Nichts soll von der großen Präsentation ihrer Frühjahr/Sommer Kollektion für Holmes & Yang ablenken. Katies Outfit, natürlich Holmes & Yang: hautenge schwarze Pants, Glitzerpumps, eierschalenfarbene Bluse, kurze Lederjacke. Dazu ein modisches Collier mit auf Stoff gezogenen goldenen Perlen. Die schwarze Lederjacke ist ein Traum.

Im Zelt fehlt der Laufsteg. Die Models stehen auf weißen Holzblöcken, das handverlesene Publikum aus Einkäufern, Redakteuren und Modebegeisterten darf sie umwandern. Die Pressemeute bleibt draussen. Es gibt fast keine Fotos, veröffentlicht werden nur die, die Katie und Freundin Jeanne beim Posieren inmitten ihrer Models zeigen. Hier.

Die Kollektion ist einfach und klassisch, die Preise allerdings gesalzen. Unter 550 Euro geht kein Shirt über den Ladentisch. Holmes und Yang zeigen auffallend schöne Lederjacken, Longblazer und Kurzblazer. Es gibt sehr tragbare, klassisch schöne Sommerkleider mit dem gewissen Extra, die förmlich danach rufen, in den heimischen Kleiderschrank mitgenommen zu werden.   „Alles sehr Katie“ twittert Eric Wilson von der New York Times kurz darauf.

Fashionistas im Marant Fieber

Sofort ausverkauft / Foto: REYERlooks.com

Europa ist mit der Euro-Krise beschäftigt? Während Politiker, Banker, Wissenschaftler täglich neue „Er“- lösungen präsentieren und die Welt retten, hat ein kleiner Teil der Menschheit ganz andere, sehr weltliche Sorgen. Die leidenschaftliche Suche nach einem Kultschuh. Fashionistas aus aller Welt sind regelrecht besessen von Isabel Marant Tretern. Das Objekt der heißen Begierde ist ein Wedge Sneaker. Je nach Ausführung heißt er Bekett oder Bird. Es gibt ihn in Rot, Schwarz, Royalblau, Weiß und Grau. Seit neuestem auch im silbernen Retro-Design.

Das Geheimnis des Schuhs offenbart sich bei der Anprobe. Im Innenteil verbirgt sich ein 60 mm Absatz, der die Trägerin optisch verschlankt und vergrößert. Die Sneakers sind aus feinem Ziegenleder gefertigt und nach Aussage diverser heißblütiger Marant-Blogger superbequem. Man sieht ihn an Promifüßen, auf Haute Couture Schauen, auf Fashion Weeks, In- und It-Festivals und vor allem in jedem Modemagazin. Saison für Saison erscheint er leicht verändert, in neuem Glanz und neuer Farbe und ist sofort ausverkauft.

Modehungrige Ladies jeden Alters belagern nächtens ihre Computer, lassen sich auf Wartelisten setzen und bestellen das Objekt der Begierde weltweit. Die Online Modehäuser halten geschickt die Spannung hoch und servieren den Sneaker wohldosiert in kleinen Schritten. Mal diese Farbe, mal jene, wie eine Schwanenmutter, die ihre hungrigen Jungen nur häppchenweise füttert.

Für Fashionistas Kult / Foto: REYERlooks

Mittlerweile ist alles, was von Isabel Marant kommt Kult und Hype. Die Pariser Designerin gilt als Inbegriff des lässigen Bohemian Styles. Stars wie Katie Holmes, Kate Bosworth, Kate Hudson, Heidi Klum und Hilary Duff tragen die Mode der charismatischen Französin. Heute verkauft Isabel Marant pro Saison 130 000 Kollektionsteile in Paris, Hongkong, Shanghai, New York und München.

Giorgio Armani, der Perfektionist der Eleganz

„In einen Modeblog gehört ein Artikel über Giorgio Armani“, meint meine Kollegin Verena und mailt mir ein Foto ihrer neuesten Errungenschaft. Ein schwarzes Seidenkleid des italienischen Altmeisters. Wunderbar schlicht und elegant. Trotzdem fällt es mir schwer über Armani zu schreiben. Woher kommt der Widerstand? Nicht, daß mir seine Mode nicht gefällt. Im Gegenteil, meine Armani Jeans sitzt so gut, daß ich sie wohl tragen werde, bis sie ausseinanderfällt.

Foto privat

Aber etwas stört mich. Es ist die aggressive Werbung für den Duft „Armani Code“. Es klingt, und das ist offenbar beabsichtig, als habe der italienische Designer das Gott Partikel neu erfunden. Das geht mir persönlich zu weit und ich bin jedesmal genervt, wenn der Spot gesendet wird.

In den achtziger Jahren war Giorgio Armani dagegen eindeutig mein Lieblingsdesinger. Seine elegant schlichten Damenblazer waren der Inbegriff italienischer Eleganz und Lebensart. Besonders lässig wirkten sie, wenn man die Ärmel hochkrempelte und das der Herrenmode nachempfundene dezent gestreifte seidene Innenfutter zum Vorschein kam. Meine erste Begegnung mit dieser Mode fand im Frankfurter Westend statt  Auf einer Einweihungsparty trug meine Freundin Barbara einen sensationell gutgeschnittenen Blazer zu ihrer Jeans. Er war von Armani.

In den achtziger Jahren gab es keine Businesskleidung für Frauen. Es gab Jeans und Pullis und es gab Rüschenblusen. Ein Faible für Mode war vor allem in Journalistenkreisen ein ziemliches Problem. Kleidete man sich zu schick, setzte man sich sofort dem Verdacht aus, unemanzipiert und nicht am beruflichen Erfolg interessiert zu sein.

Die Lösung kam aus Italien, schlichte und unterkühlte Eleganz in dezenten Farbtönen. Perfektes Understatement. Es gab zwei Namen, die diesen Stil perfekt verkörperten: Giorgio Armani und später Jil Sander. Weltruhm erlangte Armani, indem er Richard Gere für den Film „American Gigolo“ einkleidete. Als auch noch Melanie Griffith in „Die Waffen der Frauen“ (Working Girls) in maßgeschneiderten Armani-Blusen, hauteng geschnittenen Bleistiftröcken und High Heels zum großen Karriersprung ansetzte, stürmten die Frauen die Läden. Der neue Business Look wurde zum Inbegriff modernen Lifestyles. Wer es geschafft hatte oder zumindest so wirken wollte, trug Armani. War das eigene Budget dem hochpreisigen Original nicht gewachsen, suchte man händeringend preisgünstigere Kopien.

 

 

Landsberg am Lech – Mittelalter, Kunst und Modeoutlet

Landsberg im Mai 2012

Foto H.Klug

Der Himmel ist dunkel, es nieselt und mir ist kalt. Doch ich habe keine Lust nur Zuhause zu bleiben und fahre nach Landsberg. Ein Besuch in der Stadt am Lech lohnt immer. Heuer besonders, denn die Stadt feiert ihren 850. Geburtstag. Der Hauptplatz, ein historisches Kleinod ist eine einzige Baustelle. Nach jahrzehntelangen Diskussionen im Stadtrat, diversen Bürgerbegehren und Abstimmungen hat man sich gerade noch rechtzeitig vor dem großen Fest geeinigt. Ob es schöner wird? Die Bausünden der letzten zehn Jahre, das neue Rathaus, Um- und Anbau am historisches Rathaus und die neuen Lechbrücken machen nachdenklich. Zum Glück ist die ganze Innenstadt reinstes Mittelalter. Obwohl der Denkmalschutz bereits mehrfach zu Gunsten unternehmerischen Schaffens und architektonischer Ordnung aufgeweicht wurde, können nicht einmal die amtierenden Stadträte und der gerade amtierende OB, ein ehemaliger Richter, alles modernisieren. Dafür hat die Stadt einfach zuviel historische Substanz. Ein Spaziergang durch die verwinkelten Gäßchen, die alte Bergstraße rauf und runter bis zum Lechwehr, der guten Stube Landsbergs, macht selbst bei Regen Spaß.

Landsberg im Mai 2012

Foto H.Klug

Auch kulturell hat Landsberg einiges zu bieten. Mittelalterliche Feste, ein eigenes Theater, Orgelmusik- und Jazzfestival, Kunstnächte und Kulturtage.

Landsberg im Mai 2012
Foto H.Klug

Ein richtiger Geheimtip und fast nur Einheimischen bekannt ist, die Lechstadt hat drei phantastische Outlet-Stores. Sie stehen nicht in der Zeitung, sie machen keine Werbung, man muß wissen, wo sie sind und wann sie öffnen. Es sind Mohrmann Outlet, München (Fünf Höfe, Maffeistraße, Crusiusstraße, Innere Wiener Straße und Grünwald). Die angebotenen Labels sind jung, hip und edel, Mohrmann hat immer die angesagtesten Designer im Angebot. Zum ständigen Sortiment gehören Missoni, Chloé, Diane von Fürstenberg, Princess Tam Tam, American Vintage, Antik Batik, Duvetica. Schlossergasse 377, gegenüber dem Kirchplatz. Öffnungszeiten Freitag 9 bis 12  und 15 bis 18 Uhr, Samstag 9 bis 13 Uhr. EsCe kommt aus München Schwabing. In dem kleinen Shop in der Salzgasse findet man Marken wie Bottega Veneta, Armani Jeans, Henry Beguelin, Frauenschuh und Velvet. Öffnungszeiten Samstags 9 bis 14 Uhr. Zweimal jährlich 50 €uro Schnäppchentage. Bereits reduzierte Ware wird nur an diesem Tag zum Schnäppchenpreis verkauft. Im Benesch Outlet werden Sales aus den beiden Geschäften in Augsburg und Landsberg angeboten. Rosemarie Benesch führt Marken wie Prada, Miu Miu, Stella McCartney, Gucci, Lala Berlin, Current Elliot und Moncler. Das Outlet liegt direkt gegenüber Benesch Landsberg am Hinteren Anger. Die Öffnungszeiten sind Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 9 – 13 und 14 bis 18 Uhr, Samstags von 9 bis 14 Uhr.

 

Hallo Welt,

ein neuer Frauenblog hat im Zeichen Stier das Licht der Welt erblickt. Hier finden Sie demnächst Geschichten, Berichte und Bilder, die Frauen ab 40 ansprechen. Denn im heutigen Mainstream-Journalismus finde ich mich, als Frau über 40 einfach nicht wieder.

In den Modemagazinen zeigen 14 bis 18 jährige in „Size Zero“, was Frauen tragen sollen. Ungeachtet dessen, daß die Käuferinnen dieser Kleidung in der Regel reiferen Jahrgängen angehören. Mal ehrlich, wieviele Teenager können sich teure Designermode leisten? Die Zahl dürfte überschaubar sein.

Latte Macchiato in Landsberg

H.Klug

Frauen ab 40 existieren im öffentlichen Bild kaum. Die wenigen, die frau in Hochglanzmagazinen bewundern kann, werden uns ihrer Jugendlichkeit und nicht ihrer Reife wegen als Vorbilder präsentiert. Dank Schönheitschirurgie, Botox, Pillen und einem Personal Trainer können uns diese Göttinnen aus dem gelobten Land Idealmaße und ein faltenfreies Gesicht vorführen. Und werden dafür in den höchsten Tönen gelobt.

Doch es reicht noch immer nicht. Inzwischen geht man sogar noch einen Schritt weiter. Die Schauspielerin Kate Winslet wurde vor kurzem mit dem Bildbearbeitungsprogramm Photoshop nach einem Werbeshooting so verändert, daß sie gar nicht mehr zu erkennen war. Nur der im oberen Bildrand eingefügte Name lüftet das Rätsel, wer da als neue Repräsentantin für den teuren französischen Duft wirbt. Auch Sharon Stone, die inzwischen die fünfzig überschritten hat, erging es nicht viel besser. Als sie vor einigen Jahren für ein Pariser Modehaus warb, konnte man die berühmte Schauspielerin auf dem Foto kaum wiedererkennen.

Frauen dürfen zwar die Vierzig überschreiten, man kann ja letztlich auch nichts dagegen machen, aber es darf um Himmels Willen nicht zu sehen sein. Offenbar zücken die Kundinnen teurer Düfte und Cremes ihre Kreditkarten nur bei makellosen, faltenfreien Fabelwesen?

Seltsamerweise kommen all diese Vorbilder der modernen Frau auch nie in die Wechseljahre. Sie haben Liebesprobleme, weil ihre jüngeren Männer sie verlassen und betrügen, nehmen ab oder gehen in Drogenkliniken. Doch kurz darauf erscheinen sie verjüngt und strahlend wieder auf dem roten Teppich. Ihr Körper verändert sich scheinbar nie. Ihre Ziele bleiben die gleichen.

Doch ab 40 nimmt der Druck zu. Die Hochglanzwelt beobachtet und zählt jede Falte. Der weibliche Wert wird mit dem Maßband abgezählt. Frauen strampeln sich ab, hetzen sich ab, legen sich unters Messer und ergreifen jedes verfügbare Mittel, um irgendwie noch mit dem obersten Gebot dieser schönen neuen Welt, dem Jugendwahn mithalten zu können.

Wer das nicht kann oder will, wie die sozial und politisch aktive Susan Sarandon, verschwindet schnell aus dem Licht der Öffentlichkeit. Wirkliche Frauen aus der realen Welt findet man in den Hochglanzmagazinen kaum, in den Tageszeitungen noch seltener. Es gibt Berichte über ein paar Politikerinnen, ab und an eine Managerin, ein paar Alibifrauen, die in Reportagen von überwundenen Scheidungs- und Trennungsproblemen erzählen dürfen und gelegentlich eine Hartz4 Empfängerin. Dafür ergötzen wir uns an viel „Vorher – Nachher“  und in einem besonders fortschrittlichen Magazin erhalten wir regelmäßige Modetips für  „Big Beauties“ und gleich die dazu passende Garderobe von Happy Size dazu.

Auch beruflich gehört man ab Vierzig offenbar zum alten Eisen. Als Vollblutjournalistin und frischgebackene Vierzigerin mußte ich mir von einem – deutlich älteren Personaler – anhören: „Noch zwei, drei Jahre, dann ist es vorbei. Dann kriegen Sie keinen Job mehr, sind nicht mehr vermittelbar.“  Auf merkwürdig verdrehte Weise scheint man in den oberen Etagen der Unternehmen der Meinung zu sein, es sei wissenschaftlich erwiesen, daß ein paar Falten im Gesicht und ein paar zusätzliche Pfunde auf den Hüften beim weiblichen Geschlecht den Verlust des Intelligenzqotienten und der beruflichen Fähigkeiten zur Folge haben.

Ein kollektiver Blackout, aber kein Grund deswegen gleich Trübsal zu blasen. Das Leben ist eine Achterbahn, aber es ist schön. Es gibt Geschichten, vom Kampf ums eigene Recht, der Sinn des Lebens wird gesucht, es wird gelacht und trotz allem – die Mode geliebt.

Ich lade Sie herzlich ein, an diesem Abenteuer teilzunehmen und wenn Sie wollen, auch mit  eigenen Anregungen zum Erfolg des Blogs beizutragen.

Herzlich Willkommen!