Brrr! Was tun bei dieser Kälte?

Es ist kalt und naß. Nur an dem üppigen Grün lässt sich erkennen, daß wir kurz vor dem Übergang vom Frühling zum Sommer stehen. Wer jetzt einfach mal den Tag im Bett verbringen und gemütlich lümmeln und ausschlafen will, arbeitet aktiv an seinem Gesundheitskonto!

Wußtet Ihr, dass Schlaf heilende Wirkung hat? Gemütliches im Bett lümmeln, kann Menschen vor Burn-Out retten, kann bei Erkrankung notwendige Ent-Spannung! und sogar Heilung bringen.

An alle ausgepowerten, gestressten oder kranken Menschen:  schnell das schlechte Gewissen entsorgen! Schuldgefühle ab in den Müll! Auch die lieben Mamis unter Euch: ent-spannt! Auch Ihr habt das Recht, in dieser „Leistungs“-Gesellschaft einmal Pause zu machen!

Genießt die „deutsche Gemütlichkeit“, wenn schon das deutsche Frühjahr zum Frühwinter wird! Übrigens, ich mümmele mich gerade in kuschelweichen Strick von „Edeltrend“. So macht der Regenspaziergang wenigstens gute Laune.

Weltuntergang wieder einmal ausgefallen

Na, war das nicht spannend? Gestern lag die Angst richtig in der Luft. Natürlich ist nichts passiert. Wir leben noch. Aber es wurde doch ein großer Rummel gemacht. Ich hoffe, Sie waren nicht bei den Bibberern. Denn wie gesagt, und mehrmals geschrieben, der Maya-Kalender ist sowieso falsch berechnet worden. Ein Kolonialfehler sozusagen. Die Spanier waren zu arrogant, um sich ordentlich mit dem Kalender zu beschäftigen und haben quasi in die Ur-entzifferung einen Fehler eingeführt, den alle Wissenschaftler klaglos übernommen haben. Bis er endlich von einem Mitarbeiter der TU-Berlin, Andreas Fuls, entdeckt wurde.

Also, freut Euch des Lebens und feiert ein wunderbares Weihnachtsfest

Liebe Dich einfach mal selbst

Die Tage werden länger und der Winter naht. Vor dem Fenster tanzen die ersten weißen Flocken.  An diesem Wochenende wird die Zeit umgestellt. Eine Stunde mehr steht zur Verfügung. Da könnte man die zusätzliche Zeit doch für ein kleines Verwöhnungsfest nutzen? Orangen- und Zitronenduft beleben die Seele, sorgen für positive Stimmung. Ein Schokobad lässt die Sinne schwelgen. Dazu schöne Musik, ein würziger Tee und ein paar frühe Weihnachtskekse. Einfach mal ausprobieren. So beginnt ein wundervolles Wellnesswochenende.

Saisonende am Ammersee

Dampfersteg, Diessen am Ammersee / Foto H.Klug

Die ersten Möven sind zurück. Ihr Kreischen begleitet die letzte Dampferfahrt nach Stegen. Denn heute endet die Schifffahrtssaison auf dem Ammersee und dem Starnberger See. An Kirchweih heisst es, wie jedes Jahr um diese Zeit, das letzte Mal: „Leinen los!“ Wer  diesen Termin verpasst, muss mit seinem Ausflugswunsch bis zum nächsten Frühjahr warten. Die bayerische Seenschifffahrt, die insgesamt vierunddreißig Schiffe auf den fünf größten bayerischen Seen betreibt, holt die Mehrzahl ihrer Schiffe zurück aufs Trockendock.

Trotz leisem Wehgefühl, die Seen bleiben ein Magnet für Mensch und Tier. Mit buntem Herbstlaub übersäte Wanderwege, ein Blick bis auf die Alpen und wunderbare Möglichkeiten in den zahlreichen heimischen Biergärten eine Rast einzulegen.

Vogelscheuchen haben Hochsaison

Da traut sich kein Star mehr ran! / H.Klug

Rote Äpfel sind nicht nur gesund, sondern auch ein begehrter Leckerbissen für Stare. Das sehen die Bauern gar nicht gerne. Daher lassen sie sich immer wieder einiges einfallen, um die Ernte zu schützen. Ein seit Jahrhunderten geübter Brauch, die ungebetenen Gäste zu vertreiben, ist das Aufstellen von Vogelscheuchen. Eine besonders attraktive Lösung zum Schutz seiner Apfelernte hat sich ein Landwirt in Bad Wörishofen einfallen lassen.

Zeit der kleinen Reisen

Romantik am Lech /Foto H.Klug

Die weiße Gischt sprüht bis ans Ufer. Es ist so laut, dass man sich nicht mehr unterhalten kann. Das Lechwehr ändert sein Gesicht täglich. Im Frühjahr zur Schneeschmelze bahnt das Wasser sich dröhnend seinen Weg ins Tal. Der Lech tritt über die Ufer und in der Altstadt stehen nicht nur gute Stuben unter Wasser.

Jetzt im September ist das große Wehr, ein Wahrzeichen Landsbergs, vor allem eines: ein Fest für die Augen. Bei schönem Wetter flaniert halb Landsberg auf der Uferpromenade. Die Eiscafés, Restaurants und Biergärten haben Hochbetrieb. Ein freies Plätzchen ist rar. Wie die Lemminge zieht es die Bewohner der mittelalterlichen Stadt bei jedem Sonnenstrahl ans Wasser. Auf beiden Seiten des Lechs befinden sich gutausgebaute Uferwege, auf denen man joggen, radeln oder einfach nur spazieren gehen kann.

Wenn die Reiselust erwacht, muss es nicht immer in die Ferne gehen. Die alte Salzstadt Landsberg am Lech gehört zu den schönsten Ausflugszielen Oberbayerns. Heuer, das ist bayerisch und bedeutet übersetzt etwa „heute, dieses Jahr“, wird gefeiert. 2012 wird Landsberg, ehemals Landesperch oder noch früher Castrum Landespurch, stolze 850 Jahre alt. Und das wird das ganze Jahr über kräftig gefeiert. Die Geschichte der Lechstadt ist nicht immer glanzvoll. Als Salzstadt berühmt und reich geworden, spielte sie eine besonders unrühmliche und daher gern vergessene Rolle in der NS-Zeit.

Anfang der fünziger Jahre, während der Besatzungszeit, war Johnny Cash, einer der berühmtesten amerikanischen Countrysänger und Songschreiber in Landsberg stationiert. Er arbeitete als Funker auf einem militärischen Abhörposten. In Landsberg gründete Cash seine erste Band, die „Landsberg Barbarians“. Es entstand der Song „Folsom Prison Blues“.

Lechwasser speist den Mühlbach / Foto H.Klug

Die Landsberger Innenstadt ist reinstes Mittelalter, viele Häuser und Gassen sind denkmalgeschützt. Während der Hauptplatz, ein historischer Diamant reinsten Wassers, liebevoll restauriert und umgebaut wurde, erschütterte ein neuer Skandal die so beschaulich wirkende Stadt. Zur Verbesserung der Stadtfinanzen hatten Räte und Kämmerer seit der Jahrtausendwende kräftig am Derivatemarkt gezockt.  Der bayerische kommunale Prüfungsverband bilanzierte die bisherigen Verluste mit fünf Millionen Euro. Steuergelder, die der Stadt in den nächsten Jahren fehlen werden. Da 2012 nicht nur gefeiert, sondern auch gewählt wurde, kam es, wie es kommen musste. Alle Beteiligten wurden abgewählt, ein neuer Oberbürgermeister, Mathias Neuner, CSU, kam ans Ruder. Er wird noch eine Weile mit Aufräumarbeiten beschäftigt sein. Einige der verhängnisvollen Papiere, Zinstauschgeschäfte, laufen erst 2034 aus. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Katie Holmes Debüt auf der New York Fashion Week

Das Geheimnis ist gelüftet. Eines der Highlights der New York Fashion Week fand heute Mittag statt: das Debut von Katie Holmes und ihrer Partnerin Jeanne Yang. Begleitet von zwei bulligen Leibwächtern trifft die frischgeschiedene Katie Holmes unter grossem Medieninteresse im Lincoln Center ein. Ex Tom Cruise, Tochter Suri, Scientology bleiben heute draußen. Nichts soll von der großen Präsentation ihrer Frühjahr/Sommer Kollektion für Holmes & Yang ablenken. Katies Outfit, natürlich Holmes & Yang: hautenge schwarze Pants, Glitzerpumps, eierschalenfarbene Bluse, kurze Lederjacke. Dazu ein modisches Collier mit auf Stoff gezogenen goldenen Perlen. Die schwarze Lederjacke ist ein Traum.

Im Zelt fehlt der Laufsteg. Die Models stehen auf weißen Holzblöcken, das handverlesene Publikum aus Einkäufern, Redakteuren und Modebegeisterten darf sie umwandern. Die Pressemeute bleibt draussen. Es gibt fast keine Fotos, veröffentlicht werden nur die, die Katie und Freundin Jeanne beim Posieren inmitten ihrer Models zeigen. Hier.

Die Kollektion ist einfach und klassisch, die Preise allerdings gesalzen. Unter 550 Euro geht kein Shirt über den Ladentisch. Holmes und Yang zeigen auffallend schöne Lederjacken, Longblazer und Kurzblazer. Es gibt sehr tragbare, klassisch schöne Sommerkleider mit dem gewissen Extra, die förmlich danach rufen, in den heimischen Kleiderschrank mitgenommen zu werden.   „Alles sehr Katie“ twittert Eric Wilson von der New York Times kurz darauf.

Tage zum Träumen

30 Grad im Schatten. Sonne satt. Wer jetzt verreist, verpasst die schönste Zeit des Jahres. Das Grün der Pflanzen, Gräser und Bäume explodiert förmlich. Fülle, wohin das Auge blickt. Die Natur schenkt uns eines der schönsten Wochenenden des Sommers.

Jeder Spaziergang, jede Radltour bringt neue Entdeckungen, zeigt geheime Gärten und Winkel. Hier der wild bewachsene Seerosenteich und nur wenige Schritte entfernt wohlüberlegte und geordnete Gartenkunst aus alter Zeit. Alles hat seinen Reiz und seinen Platz.

So auch dieser mittelalterliche Kräutergarten, der originalgetreu und nach überliefertem klösterlichen Brauchtum in die vier  Himmelsrichtungen unterteilt und mit traditionell im 12. Jahrhundert gebräuchlichen Gewächsen, Blüten und Sträuchern bepflanzt wurde.

Alle Fotos: Bad Wörishofen und Unterallgäu / H.Klug

 

Die Braut trägt Rot

Hochzeit in Rot / Foto H.Klug

In Rot vor den Altar? Keine Chance. In Europa, Amerika und dem größten Teil Asiens trägt die Braut keusches, jungfräuliches Weiß. Das war nicht immer so. Ihrem Status entsprechen traten Bräute noch in der Rennaissance in prächtigen Stoffen, Farben und Stickereien vor den Altar. Das änderte sich im viktorianischen Zeitalter. Die weiße Brautgarderobe trat ihren Siegeszug an. Seither tragen Bräute weiß, weltweit. Weltweit?

Es gibt Länder, da wäre weiß als Brautfarbe unvorstellbar. In Vietnam zum Beispiel käme keine Braut auf die Idee, am schönsten Tag des Lebens die Farbe der Toten zu tragen. In Vietnam trägt die Braut Rot.

Vor kurzem war ich in Lindau, um an der dortigen Paracelsus-Schule ein Seminar über energetische Gesichtsmassage mit Anti-Aging Effekt zu geben. Abends kann ich mich am Bodensee entspannen.

Traumkulisse fürs Hochzeitsfoto / Foto H.Klug

Dabei traf ich dieses asiatische Hochzeitspaar. Die zierliche Braut trägt ein traditionelles rotes Hochzeitsgewand und rote Schuhe. Ihr frischgebackener Ehemann trägt ganz europäisch einen dunklen Anzug. Sie posieren für Hochzeitsfotos. Das mitgeführte Equipment ist beeindruckend. Ein riesiger Faltreflektor zaubert weiches Abendlicht auf die Wangen der Braut. Der grüne, sich den See entlangschlängelnde Uferweg ist der perfekte Hintergrund für romantische Hochzeitsbilder. Fotograf und Assistent geben alles. Immer wieder probieren sie neue Standorte aus und das frisch vermählte Paar posiert verliebt für die Ewigkeit. Passanten bleiben stehen und bestaunen das exotische Outft der Braut. Zum Glück habe ich die Kamera dabei.

Fashionistas im Marant Fieber

Sofort ausverkauft / Foto: REYERlooks.com

Europa ist mit der Euro-Krise beschäftigt? Während Politiker, Banker, Wissenschaftler täglich neue „Er“- lösungen präsentieren und die Welt retten, hat ein kleiner Teil der Menschheit ganz andere, sehr weltliche Sorgen. Die leidenschaftliche Suche nach einem Kultschuh. Fashionistas aus aller Welt sind regelrecht besessen von Isabel Marant Tretern. Das Objekt der heißen Begierde ist ein Wedge Sneaker. Je nach Ausführung heißt er Bekett oder Bird. Es gibt ihn in Rot, Schwarz, Royalblau, Weiß und Grau. Seit neuestem auch im silbernen Retro-Design.

Das Geheimnis des Schuhs offenbart sich bei der Anprobe. Im Innenteil verbirgt sich ein 60 mm Absatz, der die Trägerin optisch verschlankt und vergrößert. Die Sneakers sind aus feinem Ziegenleder gefertigt und nach Aussage diverser heißblütiger Marant-Blogger superbequem. Man sieht ihn an Promifüßen, auf Haute Couture Schauen, auf Fashion Weeks, In- und It-Festivals und vor allem in jedem Modemagazin. Saison für Saison erscheint er leicht verändert, in neuem Glanz und neuer Farbe und ist sofort ausverkauft.

Modehungrige Ladies jeden Alters belagern nächtens ihre Computer, lassen sich auf Wartelisten setzen und bestellen das Objekt der Begierde weltweit. Die Online Modehäuser halten geschickt die Spannung hoch und servieren den Sneaker wohldosiert in kleinen Schritten. Mal diese Farbe, mal jene, wie eine Schwanenmutter, die ihre hungrigen Jungen nur häppchenweise füttert.

Für Fashionistas Kult / Foto: REYERlooks

Mittlerweile ist alles, was von Isabel Marant kommt Kult und Hype. Die Pariser Designerin gilt als Inbegriff des lässigen Bohemian Styles. Stars wie Katie Holmes, Kate Bosworth, Kate Hudson, Heidi Klum und Hilary Duff tragen die Mode der charismatischen Französin. Heute verkauft Isabel Marant pro Saison 130 000 Kollektionsteile in Paris, Hongkong, Shanghai, New York und München.