Sexuelle Gewalt in Köln

Den Kölner Bahnhofsvorplatz kenne ich gut. Dutzende Male bin ich hier gestanden, habe mir ein Taxi gesucht, einen Bus bestiegen oder bin zu Fuß am Dom vorbei in die Altstadt gelaufen. Je nach Gepäck und Arbeitsanforderung.
Allein der Blick aus dem Zugfenster, wenn kurz vor dem Halt der riesige Dom im Blickfeld auftaucht, ist überwältigend.  Es scheint, als sei der ICE eigens nach Köln gefahren, um den Gast zu Füßen des Doms abzusetzen.
In den Jahren, in denen ich für das Fernsehen als Journalistin arbeitete, gehörte Köln zu den Orten, in denen ich am häufigsten zu tun hatte. Und auch privat habe ich noch heute einige Verbindungen zu dieser ehrwürdigen Stadt. Das  Kölner Lebensgefühl ist fröhlich, frech, freundschaftlich.  So erinnere ich mich gerne an eine bewegende Silvesterfeier in den 90er Jahren auf einer der Rheinbrücken. Kurz vor Mitternacht fuhr eine Straßenbahn auf die Brücke. Ein Glockenschlag dröhnte herüber, die Tram hielt an, mitten auf dem Rhein. Die Türen öffneten sich, Fahrer und Passagiere stiegen aus und begrüßten fröhlich feiernd das neue Jahr, stießen mit den bereits auf der Brücke versammelten Passanten an.  Prost, Sektflaschen kreisten. Nach fünf Minuten klingelte die Tram, wer  wollte stieg wieder ein und die Fahrt ging weiter. Das ist Köln. Lebensgefühl und Tradition. Es ist eine schöne Sitte,  das neue Jahr auf den Rheinbrücken oder vor dem Dom zu begrüßen.  Die Atmosphäre, die ich erlebte, war warmherzig, die Menschen fröhlich. Von Betrunkenen keine Spur, nur ein bißchen Kölner Schwips war zu sehen. Ich erlebte  Menschen aller Nationen, eine internationale Völkergemeinschaft, hunderte, tausende Menschen, die nur eines wollten, fröhlich feiern. Niemand war oder wurde ausgeschlossen. Es war alles so selbstverständlich. Wer hier in diesem Moment da war, der gehörte dazu, war Teil der Gemeinschaft. Ich fühlte mich sicher und geborgen in dieser kalten Nacht auf den Rheinbrücken, es war eine meiner schönsten Silvesterfeiern.
Wie oft habe ich mir gewünscht, noch einmal so ein Silvester zu erleben. Den gigantischen Blick von den Rheinbrücken, die Nähe des Doms, das Gefühl Teil einer Tradtion in einer uralten Stadt zu sein. Jahrhundertelang hat man in Köln friedlich gefeiert. Jahr für Jahr und Generation für Generation. Zu Füßen des Domes oder in einem anderen ehrwürdigen Teil der Stadt. Ob Mann, ob Frau, ob Kind, ob Greis, jeder konnte sich sicher fühlen und das neue Jahr mit dem Gefühl antreten, Teil einer über die Jahrhunderte gewachsenen Gemeinschaft zu sein.
Was nun passiert, ist schrecklich. Wer auch immer die Lage falsch eingeschätzt hat, die Situation bewegt mich zu Tränen. Sie muß aufgeklärt werden. Die Kölner wollen sich in ihrer Stadt sicher fühlen, wollen draußen feiern, die kölsche Lebensart genießen. Genau wie die Frauen, die in dieser Nacht nach Köln gekommen waren, um wie Tausende vor ihnen und hoffentlich noch Tausende nach ihnen, den Beginn des Jahres in dieser alten Tradtion zu begehen. Deshalb: NEIN zur Frauenverachtung, NEIN zum Grapschen, Nein zu sexueller Gewalt,
Doch Aufklärung hat nichts mit Lynch-Justiz zu tun, mit Generalverdacht und pauschalen Vorurteilen. Aufklärung heißt für mich, die Sicherheit wieder herzustellen, dafür zu sorgen, das sich vor allem weibliche Besucher in Köln wieder wohl und sicher fühlen. Und zur Aufklärung gehört auch die Frage, weshalb die bei anderen Großveranstaltungen gezeigte und oft überwältigende Polizeipräsenz hier nicht herstellbar war.  Weshalb offenbar nur aus der Ferne zugesehen wurde, als immer mehr Frauen angegriffen und gewalttätig belästigt wurden. Viele der Frauen, die sich in den letzten Tagen in der Presse zu Wort meldeten, fühlten sich von der Polizei weder wahr noch ernstgenommen. Hunderte von Anzeigen und die Frage, warum wird sexuelle Gewalt gegen Frauen erst so spät registriert, wo bleibt die Prävention? Wo bleibt der Einsatz?  Viele Fragen, viele Antworten, wenig Wahrheit.

3. März – Internationaler Tag des freien Sonntags

Mal eben am Sonntagmorgen frische Brötchen kaufen, lecker und genussvoll in eine knusprige Breze beißen, ist das nicht klasse? Seit Jahren haben wir uns an eine neue zivilisatorische Errungenschaft gewöhnt. Viele Bäcker haben Sonntagmorgen für einige Stunden geöffnet. Das bedeutet für das Team in der Backstube nachts aufstehen, all die Köstlichkeiten vorbereiten und in die Backöfen schieben. Sonntagsarbeit. Bundesweit machen sich in der Früh tausende Angestellte auf den Weg in die Arbeit, um frisches Gebäck und süße Leckereien in den Läden zu verkaufen.

Erfolgreiche Großunternehmen fangen Produktionsengpässe immer stärker mit Sonntagsarbeit ab. Tausende Schichtarbeiter können inzwischen nicht mehr mit einem freien Wochenende oder zumindest einem gesicherten freien Sonntag rechnen. Die Familie bleibt da oft auf der Strecke.

In Bayern sind die sogenannten „Marktsonntage“, verkaufsoffene Sonntage in den letzten 25 Jahren um 70 Prozent angestiegen. Seit Jahren finden Unternehmer immer wieder gute Gründe um Sonntagsarbeit zu beantragen.  Die Aufweichung des arbeitsfreien Sonntags begann Mitte der Neunziger Jahre. Damals wurde mit dem $13,5 des Arbeitszeitgesetzes erstmals ein Instrument eingeführt, das die Sonntagsarbeit aus rein wirtschaftlichen Gründen gestattete. In manchen Branchen wird diese Ausnahme immer mehr zur Regel. Die Folge sind gesundheitliche Störungen der Arbeitnehmer gerade in den Betrieben, in denen Schichtarbeit und körperliche Arbeit Hand in Hand gehen. Dazu kommen soziale Folgen in Form von nicht mehr planbarer Erholung, nicht mehr planbarem Familienleben und körperlicher Überlastung.

„Ohne Sonntag gibt es nur noch Werktag“ sagen die Kirchen, sagt die inzwischen gegründete Sonntagsallianz aus KAB (kath. Arbeitnehmerorganisation), AFA und KDA (evangelische und weitere Unterstützerorganisationen) sowie die Gewerkschaft VERDI. Zweimal hat der Bundesgerichtshof in den letzten Jahren Urteile gefällt, die den arbeitsfreien Sonntag besser schützen sollen. Doch noch immer wird von Unternehmerseite kräftig daran gerüttelt. Vor allem der Einzelhandel macht sich stark, aus Angst Käufer an jederzeit verfügbare Internetshops zu verlieren. Der Mensch wird so zum jederzeit verfügbaren, jederzeit einsetzbaren Produktionsmittel. Vom Subjekt zum Objekt.

Dabei hat der arbeitsfreie Sonntag eine lange historische Tradition. Am 3. März 321 nach Christus erließ Kaiser Konstantin ein Edikt, das zum ersten Mal den „Tag der Sonne“ zum arbeitsfreien Tag machte. Die Sonntagsallianz hat nun die Zahlen der letzten Jahre ausgewertet. Durch Sonntagsarbeit wurde kein einziger Arbeitsplatz neu geschaffen. Für ein bisschen mehr Einkaufsspaß mussten und müssen unzählige Menschen auf einen sicheren freien Tag verzichten. Das bedeutet mehr Stress. Denn der Mensch braucht Pausen um frei, gesund und kreativ arbeiten zu können.

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Equal Pay Day

 

Mytheresa.com

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Schon einmal etwas vom Equal Pay Day gehört? Ich bin heute beim Stöbern darauf gestossen.
Und zwar in der österreichischen Presse. Dort fand ich die Mitteilung, dass Frauen ab dem 10 . Oktober gratis arbeiten. Nicht, weil sie ab diesem Tag kein Gehalt mehr erhalten, sondern weil sie im Verhältnis zu ihren männlichen Kollegin einfach soviel weniger verdienen. Im Durchschnitt und aufs Jahr bezogen, sind das zwei Monate und einundzwanzig Tage unbezahlte Arbeit! Für identische Tätigkeiten mit gleicher Kompetenz und vergleichbarer Ausbildung, wohlgemerkt.

Gleiche Arbeit, gleicher Lohn, fordern daher die Organisator/Innen des Equal Pay Days.

Wir leben ja in einer bewegten Zeit, kurz vor dem Abschluß der grossen kardinalen Klimax. Kann es sein, dass wir, während wir wie gebannt auf die Weltbühne und die internationalen Probleme schauen, unsere ureigensten Interessen ganz aus dem Blickfeld verlieren?

Foto:  Mytheresa.com

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Happy Valentine

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Allein am Valentinstag? Dann bereite Dir doch einmal ein wunderbares Liebesdate – exklusiv –  mit Dir selber! Der Valentinstag ist ein wunderbarer Tag, um Dir selbst all die Liebe und Wertschätzung entgegenzubringen, die Du sonst im Leben vermisst. Mach Dir einen WELLNESS Tag, mit wunderbarem Bad, Öl und leckeren Snacks, gönn Dir eine Kleinigkeit, die Du Dir aus Vernunftgründen sonst nicht geleistet hast. Lass es Dir so richtig gutgehen. Verwöhne Dich von Herzen. Natürlich kannst Du auch Deinerseits einen lieben Menschen verwöhnen. Oder einfach jemand kontakten, dem ein bißchen Liebe auch guttut. Selbst ist die Frau. In diesem Sinne einen wunderbaren 14.Februar.

Tücken des Alltags – wie aktiviere ich meine Webcam?

Foto Rainer Sturm / pixelio.de

Foto Rainer Sturm / pixelio.de

Wie hält man Kontakt zu alten Freunden, wenn man weit auseinander wohnt? Dafür gibt es Skype. Das Programm ist leicht zu finden und lässt sich schnell und problemlos herunterladen. Zum Videotelefonieren benötige ich eine Webcam. Die ist in meinen Laptop bereits eingebaut.
Also erst einmal das Benutzerhandbuch gesucht. Das gibt es inzwischen leider nicht mehr gedruckt, sondern nur als Datei auf dem Rechner. Aber der Hersteller meines Laptops hat die Bedienungsanleitung gut versteckt. Ich suche, fahnde, suche. Auf dem Desktop und im Startmenü …… nichts. Es ist wie beim Ostereiersuchen. Dann endlich …. Kurze Freude, die schnell der Ernüchterung weicht. Auf einundneunzig Seiten gibt es keinen einzigen Hinweis wie man die Webcam bedient. Also weitersuchen, es gibt zahlreiche Foren in denen Nutzer mit dem gleichen Problem rätseln und diskutieren. Ihr Computer „sagt“, alles ist okay, die Webcam funktioniert, Dateien müssen nicht aktualisiert werden. Das „sagt“ meiner auch. Aber wie man die Webcam einschaltet, Fehlanzeige. Die Foris diskutieren weiter. Ich wechsele die Seite.

Foto: Q.pictures/pixelio.de

Foto: Q.pictures/pixelio.de

Auf zur Homepage des Herstellers. Obwohl ich den Namen des Laptops und die geforderte Registriernummer exakt eingebe, kommt die Meldung „Gerät unbekannt“.  Ich suche nach einer Support-  oder Chatmöglichkeit, nada (nichts). Doch auf Facebook haben sich bereits andere frustrierte Gerätebenutzer zu Wort gemeldet. Auch ich mache meinem Unmut Luft. „Gefällt mir“ fällt aus, mir gefällt gar nichts mehr. Mal sehen, vielleicht meldet sich der Kundenservice.
Ich gebe nicht auf, maile einer Freundin: “ Wo schaltest Du Deine Kamera ein? Gibt es irgendwo eine Taste?“ „Bei mir drücke ich auf Fn und gleichzeitig F6. Da ist das Kamerasignal in blau. Genauso wieder ausschalten.Wenn sie an ist, leuchtet eine kleine Kontrollleuchte vorn am Rechner.“ kommt die prompte Antwort.

Wieso schafft es ein international renommierter Hersteller nicht, eine so simple Gebrauchsanweisung in einem 91-seitigen Handbuch zu kommunizieren? Meine Suche nach F6 wirkt wie eine archäologische Ausgrabung in den Katakomben einer mystischen Geheimgesellschaft, verwinkelt, versteckt und mit Fußangeln versehen.

Nachtrag: Zwei Tage später gibt es doch noch eine Reaktion auf den Facebook-Eintrag. Ein sehr netter Support Mitarbeiter namens Swen meldet sich und sendet mir einen Softwarelink für die Webcam, der wirklich alle Probleme löst.

Ein Tag zum Helden zeugen ..

Foto H.Klug

Foto H.Klug

… mailt mir heute morgen meine Freundin Eva. Das Wetter ist schön, endlich. Die Menschen zieht es raus an die Sonne. Ja nur keinen Sonnenstrahl verpassen. Alles vergnügt sich und genießt das schöne Herbstwetter.

Wie soll man denn da einen Helden zeugen? Das macht man doch eher drinnen. Und wäre dafür nicht Schmuddelwetter geeigneter? Da hat der Volksmund sicher etwas durcheinander gebracht. Oder ist damit hinter Wiesen und Büschen gemeint? Dafür ist der Boden aber bereits zu kalt und zudem noch nass von den letzten Regentagen. Und wo soll das vollbracht werden? Bei diesem Wetter, wo sich alles draußen tummelt, ist doch nirgendwo eine stille lauschige Ecke frei. Wo soll denn da bitte der Held gezeugt werden? Bleibt nur noch oben, in den Lüften. Oder?

 

Meine neue Homepage ist online

Der Zahn der Zeit hat an ihr genagt. Meine alte Homepage, die ich vor über zehn Jahren aus Textbausteinen selbst gebastelt habe, ist inzwischen reichlich veraltet. Zuviel hat sich in den letzten Jahren getan. Die rasante technische Entwicklung und der veränderte Designanspruch lassen die statischen drei Seiten mittlerweile ziemlich alt aussehen. Daher wird sie von mir zur Baustelle deklariert und in Kürze abgeschaltet.

H.Klug / Foto: privat

H.Klug / Foto: privat

Meine neue wunderbare Homepage firmiert unter dem Titel Psychologie und Astrologie. Mit ihr fühle ich mich nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch deutlich wohler. Auch thematisch hat sich einiges geändert. Auf Psychologie und Astrologie gibt es reichlich Platz, so dass ich endlich mein berufliches Repertoire und meinen „Werkzeugkasten“ vorzustellen kann. Besonders gut gefällt mir, dass die WordPressseiten auch über einen integrierten Blog verfügen. So kann ich einzelne Therapiemethoden ausführlicher vorstellen und über interessante Highlights und News der Psycho- und Wellnessszene berichten. Auch über eigene Erfahrungen und Eindrücke beim nach wie vor fleißigen Ausprobieren neuer Methoden werde ich zeitnah berichten. Ich freue mich schon auf hoffentlich viele und regelmässige Leser!

Brrr! Was tun bei dieser Kälte?

Es ist kalt und naß. Nur an dem üppigen Grün lässt sich erkennen, daß wir kurz vor dem Übergang vom Frühling zum Sommer stehen. Wer jetzt einfach mal den Tag im Bett verbringen und gemütlich lümmeln und ausschlafen will, arbeitet aktiv an seinem Gesundheitskonto!

Wußtet Ihr, dass Schlaf heilende Wirkung hat? Gemütliches im Bett lümmeln, kann Menschen vor Burn-Out retten, kann bei Erkrankung notwendige Ent-Spannung! und sogar Heilung bringen.

An alle ausgepowerten, gestressten oder kranken Menschen:  schnell das schlechte Gewissen entsorgen! Schuldgefühle ab in den Müll! Auch die lieben Mamis unter Euch: ent-spannt! Auch Ihr habt das Recht, in dieser „Leistungs“-Gesellschaft einmal Pause zu machen!

Genießt die „deutsche Gemütlichkeit“, wenn schon das deutsche Frühjahr zum Frühwinter wird! Übrigens, ich mümmele mich gerade in kuschelweichen Strick von „Edeltrend“. So macht der Regenspaziergang wenigstens gute Laune.

Weltuntergang wieder einmal ausgefallen

Na, war das nicht spannend? Gestern lag die Angst richtig in der Luft. Natürlich ist nichts passiert. Wir leben noch. Aber es wurde doch ein großer Rummel gemacht. Ich hoffe, Sie waren nicht bei den Bibberern. Denn wie gesagt, und mehrmals geschrieben, der Maya-Kalender ist sowieso falsch berechnet worden. Ein Kolonialfehler sozusagen. Die Spanier waren zu arrogant, um sich ordentlich mit dem Kalender zu beschäftigen und haben quasi in die Ur-entzifferung einen Fehler eingeführt, den alle Wissenschaftler klaglos übernommen haben. Bis er endlich von einem Mitarbeiter der TU-Berlin, Andreas Fuls, entdeckt wurde.

Also, freut Euch des Lebens und feiert ein wunderbares Weihnachtsfest