Bad Wörishofen – Kneippen in der Tradition des Wasserdoktors

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Auf den Spuren Sebastian Kneipps kann man nicht nur gesunden, sondern auch gut leben. Das kleine Unterallgäuer Städtchen Bad Wörishofen, in dem der fromme Mann vor über 100 Jahren unzählige Menschen mit seiner Wasserkur von ihren Leiden befreite, lebt von seinem Vermächtnis recht luxuriös.

Gesundheitskonzept mit Zukunftsblick

Damit das auch in Zukunft so bleibt, haben sich Stadtväter und Kurverwaltung mit dem Münchner Klinikum rechts der Isar zur Campus-IGM zusammengeschlossen.

Das Münchner Zentrum für Komplementärmedizin und Naturheilkunde hat ein innovatives Projekt zur Gesundheitsförderung auf den Weg gebracht. Gemeinsam mit den bayerischen Kurorten Bad Füssing, Bad Kötzing, Bad Tölz und Bad Wörishofen sollen die Vorbeugung von Krankheiten und die allgemeine Gesundheitsförderung unterstützt und damit überflüssige Folgekosten im Gesundheitswesen vermieden werden.

Wassertreten nach Kneipp /Foto H.Klug

Wassertreten nach Kneipp /Foto H.Klug

Der Gast ist König: die Zahl der Gäste steigt wieder

Jedes Jahr in den ersten Märztagen, wenn die italienischen Conditore ihre Eisdielen wieder eröffnen, Restaurants, Cafés und Bars wieder Stühle und Tische vor die Tür stellen, beginnt der Reigen von Neuem. Unzählige erkrankte, erschöpfte und notleidende Menschen machen sich auf nach Bad Wörishofen auf den Spuren des Wasserdoktors. Allein 2010 stieg die Gästezahl um 8 % an und sie steigt weiter, so der 1. Bürgermeister der Kneippstadt, Paul Gruschka.

Eine Armada von Kurärzten, Krankenpflegern, Masseuren, Diätassistenten und Hotelangestellten steht bereit, den ersten Gästeansturm zur Saisoneröffnung zu empfangen.

Zu Saisonbeginn wird die Stadt geschmückt und zum Empfang der Gäste vorbereitet

Städtische Mitarbeiter werden in Scharen ausgesandt, Denkmäler, Wasserbecken und Ruhebänke vom winterlichen Schmutz zu befreien. Die Mitarbeiter des Gartenbauamts sind mit tausenden von Krokussen, Narzissen, Tulpen, Veilchen und Hyazinthen unterwegs, um jedes Blumenbeet und jeden Brunnen der Stadt mit Blumen zu schmücken. Auf den bäuerlichen Wiesen rund um die Kurstadt recken erste Gänseblümchen und Schneeglöckchen und Glockenblumen keck ihre Blütengesichter der Frühlingssonne entgegen.

Unzählige Tretwasserbecken und Armbäder müssen gereinigt und mit frischem Wasser befüllt werden. Denn eine Hauptsäule der Kneippschen Gesundheitslehre ist das Wasser. Die Kuranwendungen reichen von Wassertreten, Wassergüssen bis hin zum kalten Armbad. Von der wohltätigen Wirkung des Wassers ist man in Bad Wörishofen so überzeugt, das Armbäder und Wassertreten sogar in den städtischen Kindergärten von den Kleinsten täglich praktiziert werden.

Foto H.Klug

Foto H.Klug

Hochkarätige Gäste, Kultur und ein internationales Schachfestival

Kulturell startet die Saison mit dem Bad Wörishofener Kunstfrühling im März. Auch 2016 gibt es wieder einen Skulpturenpfad, der beim Denkmalplatz beginnt und quer durch die Stadt den Wörthbach entlang zur Erlöserkirche führt. Kunst, die „ergangen“ werden will. Damit wird eine weitere Säule der Kneippschen Lehre „Bewegung“ abwechslungsreich und vergnüglich ausgestaltet.

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Bernie & Chet – Wenn Chet ermittelt bleibt kein Auge trocken

Jung, weiblich, mit einem Hauch von Honig, Kirsche und dieser sonnenfarbigen Blume, die am Straßenrand wächst. So riecht Madison, das Opfer in einem Entführungsfall, den „Bernie und Chet“ aufzuklären haben. Das Besondere an diesem Krimi ist, das er komplett aus der Sicht eines Hundes erzählt wird. Die zahlreichen Actionszenen sind so spannend, weil die Ich-Erzählung auf einem Erleben beruht, das Riech, Seh- und Fühlorientiert ist. Wenn Chet über den Fall nachdenkt, bleibt er immer Hund. Sein untrüglicher Jagdinstikt irrt nie. Wenn er handelt, handelt er meist instinktiv. Zu seiner eigenen Überraschung sieht er sich Knurren, Schwanzklopfen, den Verbrecher (krr!) am Bein packen und Herrchen freudig an den Hals springen.

Eine Mischung aus altem Leder, Nerzmänteln und ein Hauch von Tomate

Chet ist der wohl pfiffigste Hund der amerikanischen Kriminalliteratur. Vor dem Mischlingsrüden mit den zwei verschiedenfarbenen Ohren ist kein Verbrecher sicher. Sein untrüglicher Jagdinstinkt, sein Humor und sein großes Herz erobern die Herzen der Leser aus aller Welt. Eigentlich wäre Chet ja gerne Polizeihund geworden. In seiner Klasse war er jedenfalls der Beste. Aber bei seiner Hundeprüfung, … Chet erinnert sich dunkel, kam irgendwie eine Katze dazwischen.

Sein mangelndes Erinnerungsvermögen und sein überschäumender Spieltrieb sind denn auch die größten Schwächen des cleveren Hundes. Aber was Gerüche angeht, ist sein Gedächtnis einsame Spitze. Chet selbst riecht vorzüglich. Sein eigener Geruch ist eine Mischung aus altem Leder, Salz und Pfeffer, Nerzmänteln und einem Hauch von Tomate. Der beste Menschengeruch, den er kennt, ist der von Herrchen Bernie. In gewisser Hinsicht sogar ein bißchen hundeähnlich und sehr, sehr gut.

Ein neuer Fall spült Geld in die Kasse

Bernie Little, Privatdetektiv und zweibeiniger Partner von Chet, hat einen neuen Auftrag erhalten. Eine 15-jährige Schülerin, intelligent, hübsch und aus gutem Hause ist unter mysteriösen Umständen verschunden. Die Mutter ist verzweifelt, der Vater (riecht nach Katze!!!) ist Bauunternehmer, mysteriös und viel zu sorglosl Merkwürdig auch, daß offenbar niemand Lösegeld fordert. Bernie bekommt einen dicken Scheck als Vorschuß und macht sich auf die Suche nach Madison. Schon bald hat Chet kaum noch Zeit für ausführliche Nickerchen, Bellkonzerte mit Nachbarhund Iggy oder das Spielen mit Tennisbällen.

Die richtige Frau, Hundekekse und die Russenmafia

Bernie, seit seiner Scheidung in chronischen Finanznöten ist ein Privatdetektiv vom alten Schlag. Im Valley nahe der mexikanischen Grenze verdient er sein Geld hauptsächlich mit der Beschattung untreuer Ehemänner und Ehefrauen. In seinem früheren Leben als Policeofficer hat er schon schwerere Fälle erfolgreich gelöst. Jetzt ist er gezwungenermaßen wieder Single und sein Privatleben ist so chaotisch wie seine Finanzen. Bernie liebt die Gerechtigkeit und nimmt gerne mal einen Drink zu viel. Und er braucht dringend eine Frau, meint Chet, der es nicht ertragen kann, wenn sein Herrchen leidet. Die hübsche Reporterin Suzie, die ihn für eine Lokalreportage bei seiner Arbeit begleitet und ihn mit Robert Mitchum in der Rolle des Philip Marlowe vergleicht, wäre da genau die Richtige. Das Herz von Chet jedenfalls hat sie mit einem stets verfügbaren Vorrat bester Hundekekse sofort erobert. Aber was versteht ein Hund schon vom merkwürdigen Gefühlswirrwarr der Menschen.

Bevor es zum Happy-End kommt, wird erst Chet, dann sein Herrchen entführt, sie begegnen der Russenmafia, besuchen Gangsterbosse und essen Hundespaghetti.

Stephen King ist bekennender Chet-Fan

Krimifans aus aller Welt lieben das Detektivduo. Die Los Angeles Times schreibt: „Nicht weniger als ein Meisterwerk. Gott sei Dank wird es weitere Fälle mit Bernie und Chet geben.“ Die Abenteuer der besten Detektive der Welt (Chet), gehen weiter. In Englisch sind bereits erschienen „To fetch a thief“, „Thereby hangs a tail“,“Dog on it“ und in Kürze „The Dog who knew too much“.

Stephen King schreibt: „Sehen Sie zu, daß Sie diesen einmaligen Krimi in die Pfoten bekommen!“

Seit neuestem führt Chet im Internet Tagebuch und hat eine eigene Seite auf facebook. Im Blog „Chet the dog“ kann man nachlesen, ob Herrchen Bernie gerade gut oder schlecht gelaunt ist, was Chet vom Bürgerkrieg und Steuern hält (nicht viel!) und wie der Tag so riecht.

Bernie & Chet, von Spencer Quinn, erschienen bei Penhaligon – ISBN 978-3-7645-3070-9

Sexuelle Gewalt in Köln

Den Kölner Bahnhofsvorplatz kenne ich gut. Dutzende Male bin ich hier gestanden, habe mir ein Taxi gesucht, einen Bus bestiegen oder bin zu Fuß am Dom vorbei in die Altstadt gelaufen. Je nach Gepäck und Arbeitsanforderung.
Allein der Blick aus dem Zugfenster, wenn kurz vor dem Halt der riesige Dom im Blickfeld auftaucht, ist überwältigend.  Es scheint, als sei der ICE eigens nach Köln gefahren, um den Gast zu Füßen des Doms abzusetzen.
In den Jahren, in denen ich für das Fernsehen als Journalistin arbeitete, gehörte Köln zu den Orten, in denen ich am häufigsten zu tun hatte. Und auch privat habe ich noch heute einige Verbindungen zu dieser ehrwürdigen Stadt. Das  Kölner Lebensgefühl ist fröhlich, frech, freundschaftlich.  So erinnere ich mich gerne an eine bewegende Silvesterfeier in den 90er Jahren auf einer der Rheinbrücken. Kurz vor Mitternacht fuhr eine Straßenbahn auf die Brücke. Ein Glockenschlag dröhnte herüber, die Tram hielt an, mitten auf dem Rhein. Die Türen öffneten sich, Fahrer und Passagiere stiegen aus und begrüßten fröhlich feiernd das neue Jahr, stießen mit den bereits auf der Brücke versammelten Passanten an.  Prost, Sektflaschen kreisten. Nach fünf Minuten klingelte die Tram, wer  wollte stieg wieder ein und die Fahrt ging weiter. Das ist Köln. Lebensgefühl und Tradition. Es ist eine schöne Sitte,  das neue Jahr auf den Rheinbrücken oder vor dem Dom zu begrüßen.  Die Atmosphäre, die ich erlebte, war warmherzig, die Menschen fröhlich. Von Betrunkenen keine Spur, nur ein bißchen Kölner Schwips war zu sehen. Ich erlebte  Menschen aller Nationen, eine internationale Völkergemeinschaft, hunderte, tausende Menschen, die nur eines wollten, fröhlich feiern. Niemand war oder wurde ausgeschlossen. Es war alles so selbstverständlich. Wer hier in diesem Moment da war, der gehörte dazu, war Teil der Gemeinschaft. Ich fühlte mich sicher und geborgen in dieser kalten Nacht auf den Rheinbrücken, es war eine meiner schönsten Silvesterfeiern.
Wie oft habe ich mir gewünscht, noch einmal so ein Silvester zu erleben. Den gigantischen Blick von den Rheinbrücken, die Nähe des Doms, das Gefühl Teil einer Tradtion in einer uralten Stadt zu sein. Jahrhundertelang hat man in Köln friedlich gefeiert. Jahr für Jahr und Generation für Generation. Zu Füßen des Domes oder in einem anderen ehrwürdigen Teil der Stadt. Ob Mann, ob Frau, ob Kind, ob Greis, jeder konnte sich sicher fühlen und das neue Jahr mit dem Gefühl antreten, Teil einer über die Jahrhunderte gewachsenen Gemeinschaft zu sein.
Was nun passiert, ist schrecklich. Wer auch immer die Lage falsch eingeschätzt hat, die Situation bewegt mich zu Tränen. Sie muß aufgeklärt werden. Die Kölner wollen sich in ihrer Stadt sicher fühlen, wollen draußen feiern, die kölsche Lebensart genießen. Genau wie die Frauen, die in dieser Nacht nach Köln gekommen waren, um wie Tausende vor ihnen und hoffentlich noch Tausende nach ihnen, den Beginn des Jahres in dieser alten Tradtion zu begehen. Deshalb: NEIN zur Frauenverachtung, NEIN zum Grapschen, Nein zu sexueller Gewalt,
Doch Aufklärung hat nichts mit Lynch-Justiz zu tun, mit Generalverdacht und pauschalen Vorurteilen. Aufklärung heißt für mich, die Sicherheit wieder herzustellen, dafür zu sorgen, das sich vor allem weibliche Besucher in Köln wieder wohl und sicher fühlen. Und zur Aufklärung gehört auch die Frage, weshalb die bei anderen Großveranstaltungen gezeigte und oft überwältigende Polizeipräsenz hier nicht herstellbar war.  Weshalb offenbar nur aus der Ferne zugesehen wurde, als immer mehr Frauen angegriffen und gewalttätig belästigt wurden. Viele der Frauen, die sich in den letzten Tagen in der Presse zu Wort meldeten, fühlten sich von der Polizei weder wahr noch ernstgenommen. Hunderte von Anzeigen und die Frage, warum wird sexuelle Gewalt gegen Frauen erst so spät registriert, wo bleibt die Prävention? Wo bleibt der Einsatz?  Viele Fragen, viele Antworten, wenig Wahrheit.

3. März – Internationaler Tag des freien Sonntags

Mal eben am Sonntagmorgen frische Brötchen kaufen, lecker und genussvoll in eine knusprige Breze beißen, ist das nicht klasse? Seit Jahren haben wir uns an eine neue zivilisatorische Errungenschaft gewöhnt. Viele Bäcker haben Sonntagmorgen für einige Stunden geöffnet. Das bedeutet für das Team in der Backstube nachts aufstehen, all die Köstlichkeiten vorbereiten und in die Backöfen schieben. Sonntagsarbeit. Bundesweit machen sich in der Früh tausende Angestellte auf den Weg in die Arbeit, um frisches Gebäck und süße Leckereien in den Läden zu verkaufen.

Erfolgreiche Großunternehmen fangen Produktionsengpässe immer stärker mit Sonntagsarbeit ab. Tausende Schichtarbeiter können inzwischen nicht mehr mit einem freien Wochenende oder zumindest einem gesicherten freien Sonntag rechnen. Die Familie bleibt da oft auf der Strecke.

In Bayern sind die sogenannten „Marktsonntage“, verkaufsoffene Sonntage in den letzten 25 Jahren um 70 Prozent angestiegen. Seit Jahren finden Unternehmer immer wieder gute Gründe um Sonntagsarbeit zu beantragen.  Die Aufweichung des arbeitsfreien Sonntags begann Mitte der Neunziger Jahre. Damals wurde mit dem $13,5 des Arbeitszeitgesetzes erstmals ein Instrument eingeführt, das die Sonntagsarbeit aus rein wirtschaftlichen Gründen gestattete. In manchen Branchen wird diese Ausnahme immer mehr zur Regel. Die Folge sind gesundheitliche Störungen der Arbeitnehmer gerade in den Betrieben, in denen Schichtarbeit und körperliche Arbeit Hand in Hand gehen. Dazu kommen soziale Folgen in Form von nicht mehr planbarer Erholung, nicht mehr planbarem Familienleben und körperlicher Überlastung.

„Ohne Sonntag gibt es nur noch Werktag“ sagen die Kirchen, sagt die inzwischen gegründete Sonntagsallianz aus KAB (kath. Arbeitnehmerorganisation), AFA und KDA (evangelische und weitere Unterstützerorganisationen) sowie die Gewerkschaft VERDI. Zweimal hat der Bundesgerichtshof in den letzten Jahren Urteile gefällt, die den arbeitsfreien Sonntag besser schützen sollen. Doch noch immer wird von Unternehmerseite kräftig daran gerüttelt. Vor allem der Einzelhandel macht sich stark, aus Angst Käufer an jederzeit verfügbare Internetshops zu verlieren. Der Mensch wird so zum jederzeit verfügbaren, jederzeit einsetzbaren Produktionsmittel. Vom Subjekt zum Objekt.

Dabei hat der arbeitsfreie Sonntag eine lange historische Tradition. Am 3. März 321 nach Christus erließ Kaiser Konstantin ein Edikt, das zum ersten Mal den „Tag der Sonne“ zum arbeitsfreien Tag machte. Die Sonntagsallianz hat nun die Zahlen der letzten Jahre ausgewertet. Durch Sonntagsarbeit wurde kein einziger Arbeitsplatz neu geschaffen. Für ein bisschen mehr Einkaufsspaß mussten und müssen unzählige Menschen auf einen sicheren freien Tag verzichten. Das bedeutet mehr Stress. Denn der Mensch braucht Pausen um frei, gesund und kreativ arbeiten zu können.

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Equal Pay Day

 

Mytheresa.com

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Schon einmal etwas vom Equal Pay Day gehört? Ich bin heute beim Stöbern darauf gestossen.
Und zwar in der österreichischen Presse. Dort fand ich die Mitteilung, dass Frauen ab dem 10 . Oktober gratis arbeiten. Nicht, weil sie ab diesem Tag kein Gehalt mehr erhalten, sondern weil sie im Verhältnis zu ihren männlichen Kollegin einfach soviel weniger verdienen. Im Durchschnitt und aufs Jahr bezogen, sind das zwei Monate und einundzwanzig Tage unbezahlte Arbeit! Für identische Tätigkeiten mit gleicher Kompetenz und vergleichbarer Ausbildung, wohlgemerkt.

Gleiche Arbeit, gleicher Lohn, fordern daher die Organisator/Innen des Equal Pay Days.

Wir leben ja in einer bewegten Zeit, kurz vor dem Abschluß der grossen kardinalen Klimax. Kann es sein, dass wir, während wir wie gebannt auf die Weltbühne und die internationalen Probleme schauen, unsere ureigensten Interessen ganz aus dem Blickfeld verlieren?

Foto:  Mytheresa.com

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Happy Valentine

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Allein am Valentinstag? Dann bereite Dir doch einmal ein wunderbares Liebesdate – exklusiv –  mit Dir selber! Der Valentinstag ist ein wunderbarer Tag, um Dir selbst all die Liebe und Wertschätzung entgegenzubringen, die Du sonst im Leben vermisst. Mach Dir einen WELLNESS Tag, mit wunderbarem Bad, Öl und leckeren Snacks, gönn Dir eine Kleinigkeit, die Du Dir aus Vernunftgründen sonst nicht geleistet hast. Lass es Dir so richtig gutgehen. Verwöhne Dich von Herzen. Natürlich kannst Du auch Deinerseits einen lieben Menschen verwöhnen. Oder einfach jemand kontakten, dem ein bißchen Liebe auch guttut. Selbst ist die Frau. In diesem Sinne einen wunderbaren 14.Februar.

Tücken des Alltags – wie aktiviere ich meine Webcam?

Foto Rainer Sturm / pixelio.de

Foto Rainer Sturm / pixelio.de

Wie hält man Kontakt zu alten Freunden, wenn man weit auseinander wohnt? Dafür gibt es Skype. Das Programm ist leicht zu finden und lässt sich schnell und problemlos herunterladen. Zum Videotelefonieren benötige ich eine Webcam. Die ist in meinen Laptop bereits eingebaut.
Also erst einmal das Benutzerhandbuch gesucht. Das gibt es inzwischen leider nicht mehr gedruckt, sondern nur als Datei auf dem Rechner. Aber der Hersteller meines Laptops hat die Bedienungsanleitung gut versteckt. Ich suche, fahnde, suche. Auf dem Desktop und im Startmenü …… nichts. Es ist wie beim Ostereiersuchen. Dann endlich …. Kurze Freude, die schnell der Ernüchterung weicht. Auf einundneunzig Seiten gibt es keinen einzigen Hinweis wie man die Webcam bedient. Also weitersuchen, es gibt zahlreiche Foren in denen Nutzer mit dem gleichen Problem rätseln und diskutieren. Ihr Computer „sagt“, alles ist okay, die Webcam funktioniert, Dateien müssen nicht aktualisiert werden. Das „sagt“ meiner auch. Aber wie man die Webcam einschaltet, Fehlanzeige. Die Foris diskutieren weiter. Ich wechsele die Seite.

Foto: Q.pictures/pixelio.de

Foto: Q.pictures/pixelio.de

Auf zur Homepage des Herstellers. Obwohl ich den Namen des Laptops und die geforderte Registriernummer exakt eingebe, kommt die Meldung „Gerät unbekannt“.  Ich suche nach einer Support-  oder Chatmöglichkeit, nada (nichts). Doch auf Facebook haben sich bereits andere frustrierte Gerätebenutzer zu Wort gemeldet. Auch ich mache meinem Unmut Luft. „Gefällt mir“ fällt aus, mir gefällt gar nichts mehr. Mal sehen, vielleicht meldet sich der Kundenservice.
Ich gebe nicht auf, maile einer Freundin: “ Wo schaltest Du Deine Kamera ein? Gibt es irgendwo eine Taste?“ „Bei mir drücke ich auf Fn und gleichzeitig F6. Da ist das Kamerasignal in blau. Genauso wieder ausschalten.Wenn sie an ist, leuchtet eine kleine Kontrollleuchte vorn am Rechner.“ kommt die prompte Antwort.

Wieso schafft es ein international renommierter Hersteller nicht, eine so simple Gebrauchsanweisung in einem 91-seitigen Handbuch zu kommunizieren? Meine Suche nach F6 wirkt wie eine archäologische Ausgrabung in den Katakomben einer mystischen Geheimgesellschaft, verwinkelt, versteckt und mit Fußangeln versehen.

Nachtrag: Zwei Tage später gibt es doch noch eine Reaktion auf den Facebook-Eintrag. Ein sehr netter Support Mitarbeiter namens Swen meldet sich und sendet mir einen Softwarelink für die Webcam, der wirklich alle Probleme löst.

Ein Tag zum Helden zeugen ..

Foto H.Klug

Foto H.Klug

… mailt mir heute morgen meine Freundin Eva. Das Wetter ist schön, endlich. Die Menschen zieht es raus an die Sonne. Ja nur keinen Sonnenstrahl verpassen. Alles vergnügt sich und genießt das schöne Herbstwetter.

Wie soll man denn da einen Helden zeugen? Das macht man doch eher drinnen. Und wäre dafür nicht Schmuddelwetter geeigneter? Da hat der Volksmund sicher etwas durcheinander gebracht. Oder ist damit hinter Wiesen und Büschen gemeint? Dafür ist der Boden aber bereits zu kalt und zudem noch nass von den letzten Regentagen. Und wo soll das vollbracht werden? Bei diesem Wetter, wo sich alles draußen tummelt, ist doch nirgendwo eine stille lauschige Ecke frei. Wo soll denn da bitte der Held gezeugt werden? Bleibt nur noch oben, in den Lüften. Oder?

 

Meine neue Homepage ist online

Der Zahn der Zeit hat an ihr genagt. Meine alte Homepage, die ich vor über zehn Jahren aus Textbausteinen selbst gebastelt habe, ist inzwischen reichlich veraltet. Zuviel hat sich in den letzten Jahren getan. Die rasante technische Entwicklung und der veränderte Designanspruch lassen die statischen drei Seiten mittlerweile ziemlich alt aussehen. Daher wird sie von mir zur Baustelle deklariert und in Kürze abgeschaltet.

H.Klug / Foto: privat

H.Klug / Foto: privat

Meine neue wunderbare Homepage firmiert unter dem Titel Psychologie und Astrologie. Mit ihr fühle ich mich nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch deutlich wohler. Auch thematisch hat sich einiges geändert. Auf Psychologie und Astrologie gibt es reichlich Platz, so dass ich endlich mein berufliches Repertoire und meinen „Werkzeugkasten“ vorzustellen kann. Besonders gut gefällt mir, dass die WordPressseiten auch über einen integrierten Blog verfügen. So kann ich einzelne Therapiemethoden ausführlicher vorstellen und über interessante Highlights und News der Psycho- und Wellnessszene berichten. Auch über eigene Erfahrungen und Eindrücke beim nach wie vor fleißigen Ausprobieren neuer Methoden werde ich zeitnah berichten. Ich freue mich schon auf hoffentlich viele und regelmässige Leser!